Gruppe IV – Allgemeines

offizielle Definition: unmittelbare Vorstadien des Zervixkarzinoms

Die aus der alten Nomenklatur bekannten Gruppen IVa und IVb finden sich genauso in der neuen Münchner Nomenklatur wieder.
Sie werden lediglich ergänzt durch die Suffixe „-p“ und „-g“ (plattenepitheliale bzw. glanduläre Herkunft der Atypien).

Gruppe IVa-p

offizielle Definition:
Zellbild einer schweren Dysplasie/eines Carcinoma in situ analog CIN 3 (plattenepithelial)

Konsequenz:
Differenzialkolposkopie/PE bzw. Therapie!

Ein mikroskopisches Bild von blau und violett gefärbten Zellen mit ovalen Kernen. Die Zellen sind unregelmäßig geformt und verstreut, mit einer Ansammlung dunklerer, eng gruppierter Zellen in der Mitte des Bildes.

Gruppe IVa-g

offizielle Definition:
Zellbild eines Adenocarcinoma in situ

Konsequenz:
Differenzialkolposkopie/PE bzw. Therapie!

Mikroskopische Ansicht von Zellen, die in Violett-, Rosa- und Rottönen gefärbt sind, mit unregelmäßig geformten Zellhaufen unterschiedlicher Größe vor hellem Hintergrund.

Gruppe IVb-p

offizielle Definition:
Zellbild einer CIN 3 (plattenepithelial), Invasion nicht auszuschließen

Konsequenz:
Differenzialkolposkopie/PE bzw. Therapie!

Mikroskopische Ansicht von blau und violett gefärbten Zellhaufen auf weißem Hintergrund, mit einigen verstreuten Zellen und einem rosa gefärbten Bereich oben rechts.

Gruppe IVb-g

offizielle Definition:
Zellbild eines Adenocarcinoma in situ; Invasion nicht auszuschließen

Konsequenz:
Differenzialkolposkopie/PE bzw. Therapie!

Mikroskopische Ansicht von rot, violett und blau gefärbten Zellen, die auf einem hellen Hintergrund gebündelte und verstreute Zellformationen mit verschiedenen Formen und Größen zeigen.